Nina Lehmann / Boris Reifschneider
Fesseln spürt, wer sich bewegt
4.0 Die Filme der Startbahn-West-Bewegung  

Überblick

KEINE STARTBAHN WEST - TRILOGIE EINES WIDERSTANDS
von HE-Film (Teil 1, Meint ihr, damit läßt sich der Fortschritt aufhalten? 1979)

DIE VERÄNDERUNG
von Jochen und Hans Pollitt und Bernd Kaiser (1984)

DEUTSCHES TAGEBUCH
von Wolf Pauls-Kolmer (Teil 3- Die Startbahn West 1982)

SCHÜSSE
von Thomas Carle (1988)

FESSELN SPÜRT, WER SICH BEWEGT
von Thomas Carle (1981/82)

WERTVOLLE JAHRE
von Thomas Carle (1989/90)

 

Die hier vorgestellten Filme über die Startbahnbewegung sind heute nicht mehr ohne weiteres zu sehen. Die meisten von ihnen mußten direkt über Kontakte zu den Filmemachern besorgt werden. Wir haben die Filme einzeln, jeweils unter verschiedenen Aspekten, untersucht. Zuerst beschreiben wir bei jedem Film, in welchen Zusammenhängen er entstanden ist. Der Hintergrund des Filmemachers/der Filmemacher soll hier beleuchtet werden. Zu jedem Film geben wir eine Inhaltsangabe und liefern eine zusammenfassende Interpretation. Abschließend haben wir jeweils das Verhältnis der gesellschaftlichen und filmischen Realität betrachtet, im Fazit dieser Arbeit findet sich eine Zusammenfassung der Beobachtungen.

Bei den Filmen haben wir versucht, ein möglichst breites Spektrum abzudecken:
Die der Bürgerinitiative nahen Filmemacher von HE-Film begleiteten den Widerstand, ihre Filme lassen sich als Agit-Prop-Filme bezeichnen. In DIE VERÄNDERUNG von Pollitt/Kaiser/Pollitt und Pauls-Kolmer's DEUTSCHES TAGEBUCH TEIL 3: DIE STARTBAHN WEST verarbeiten die Filmemacher ihre eigenen Erfahrungen, zugleich sind sie eine Anklage gegen die Politiker.
Auch SCHÜSSE, Carle's zweiter Anti-Startbahn–Film, den er mit Rode und Frohwein realisierte, gibt den Politikern Mitschuld an den Ereignissen und ist emotional aufgeladen. In FESSELN SPÜRT, WER SICH BEWEGT und WERTVOLLE JAHRE interessiert Carle sich hauptsächlich für die Entwicklungen und Kontroversen innerhalb der Bewegung.

WERTVOLLE JAHRE ist der einzige von uns besprochene Film, der für das Fernsehen produziert wurde. Obwohl wir keine Fernsehproduktionen berücksichtigen wollten, haben wir bei diesem Film eine Ausnahme gemacht, da er sich als einziges mit dem Prozeß und den Mordvorwürfen gegenüber Startbahngegnern auseinandersetzt.

 

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DIF, 3.4.2000    
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