Renate Jost
Grenzenlose Freiheit - begrenztes Leben

2. Jugend im Film

ALBERT - WARUM? Josef Rödl, BRD 1977 Jugend ist im bundesrepublikanischen Film vor allem als Problem vorhanden und wird aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt: In den 50er Jahren war die Jugend vom Boom der ‘Halbstarken’-Filme aus den USA beeinflußt (z.B DIE HALBSTARKEN von Georg Tressler, 1956). In den sechziger Jahren wird Jugend als „Altersklasse" verstanden. In der Ablösung von "Opas Kino" wird aus der Perspektive von Jugendlichen erzählt. Es etabliert sich eine neue Form des Jugendfilms. Daneben entstanden weiterhin auch Filme, in denen Jugend aus der Sicht der Elterngeneration gezeigt wird. Auf diese Entwicklungen wird in "Lange Haare, kurzer Verstand?" eingegangen. 
 

Junge Filmemacher konnten an Stoffe und Themen herangehen, die mit ihnen selbst noch etwas zu tun hatten. Es begann eine ‘Annäherung an die Wirklichkeit’, es etablierte sich eine neue Generation von Regisseuren des Jugendfilms.

„Die Entwicklung des jungen deutschen Films zum neuen deutschen Film ermöglichte es, von authentischen Jugendfilmen zu sprechen, obwohl die Filmemacher ihre Filme nicht explizit so verstanden." (Baacke, Dieter / Schäfer, Horst. Leben wie im Kino. S.144)
 
  
DIF, 3.4.2000  

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