Bettina Nebel
Unterwegs in den 70er Jahren

2.Bewegung und Mobilität als Rezeptionskontexte
STROSZEK, Werner Herzog, BRD 1976/77

So verschieden wie die Struktur und Destination der Filme ist auch ihre Wirkung. Gemein haben sie die Geschichte einer Reise, die Stilelemente des Road Movie, die bewegenden Bilder, die sehr eigenen bildhaften Sprachen sowie eine offene Form, die Filme als Kunstprodukte ausweist. Aspekte von Wirklichkeit der 70er Jahre werden durchweg in den Filmen erfaßt und filmisch verarbeitet. Die gezeigte Mobilität reflektiert so gesellschaftliche Verhältnisse und Erfahrungen der Zeit. Mir hat die Auseinandersetzung mit den Filmen insbesondere den Einfluß von Bewegung und Mobilität für den eigenen Lebenslauf seit den 70er Jahren vor Augen geführt.

Es sollen nun einige Zugänge zu den Filmen aufgezeigt werden, die sich an dem Motiv der Bewegung festmachen. Sie erläutern neben persönlichen, genrespezifische und motivgeschichtliche Rezeptionskontexte [2] der Filme, die bei der anschließenden Untersuchung mit einfließen werden.

 
 

[2] Gesondert werden die Rezeptionskontexte der Filme in zeitgenössischen Zeitungsrezensionen behandelt: ALICE IN DEN STÄDTEN, STROSZEK, DIE ABFAHRER, DIE HAMBURGER KRANKHEIT

DIF, 3.4.2000    

nächste Seite Kapitelübersicht zurück