Claudia Dillmann, Rudolf Worschech
Neuer Deutscher Film

9. Pflaum und Prinzler: Gesamtdarstellung des Neuen Deutschen Films

 

Hans Günter Pflaums und Hans Helmut Prinzlers "Handbuch Film in der Bundesrepublik Deutschland", 1979 zuerst erschienen, ist geprägt vom Stolz auf die erreichte Filmkultur und die Vielfalt der Genres und Handschriften. Auf dem Zenit des Neuen Deutschen Films geschrieben, als dieser sich anschickte, ein breiteres Publikum zu erobern, stellt es den ersten Versuch dar, das Phänomen in seiner Gesamtheit zu beschreiben. Mit der 1992 wiederaufgelegten, aktualisierten und um den Film in der DDR erweiterten Fassung liegt die bis heute eingängigste Einführung zum deutschen Film seit dem Oberhausener Manifest vor. Die beiden Autoren referieren nicht nur die historische Entwicklung (und sparen dabei die oft vernachlässigten Filme der 60er Jahre von Klaus Lemke, Rudolf Thome oder Roland Klick nicht aus), sie analysieren auch die ihrer Meinung nach wesentlichen Genres des Neuen Deutschen Films und stellen die wichtigsten Regisseure vor. Besonders die Neuausgabe legt großes Gewicht auf den Zusammenhang von Neuem Deutschen Film und Dokumentarfilm und auf Grenzgänger wie Rudolf Thome oder Christian Rischert. Wie in nahezu allen anderen Darstellungen zum Neuen deutschen Film ist der Kurzfilm, in den 60er und 70er Jahren Experimentierfeld für so manchen Filmemacher, unterrepräsentiert. Unentbehrlich wird das Buch durch sein Sachlexikon und durch die Filmographien von Regisseurinnen und Regisseuren.

 
 
 

 

DIF, 15.8.2000  

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