Immer die Radfahrer
Österreich 1958
Hans Deppe

Drehbuch
Wolf Neumeister
(nach einer Idee von Hans-Joachim Kulenkampff)

Kamera
Elio Carniel

Bauten
Leo Metzenbauer

Schnitt
Renate Jelinek

Musik
Hans Lang

Darsteller
Heinz Erhardt (Fritz Eilers), Hans-Joachim Kulenkampff (Ulrich Salandt), Wolf Albach-Retty (Johannes Büttner), Mady Rahl (Malchen Eilers), Peter Kraus (Robby Eilers)

Produktionsfirma
Wiener Mundus-Film, Wien; in Zusammenarbeit mit Kurt Ulrich Film GmbH, Berlin

Produktionsleitung
Rudolf Stering

Erstverleih
Deutsche Film Hansa GmbH & Co, Hamburg

Aktueller Verleih
Pranke Filmverleih, Gelsenkirchen

Format
35mm, 1:1,37, Agfacolor

Prüfung
97 min., 2661m
17732, 08.09.1958, ab 6, nff.

Uraufführung
09.09.1958, Frankfurt am Main (Bieberbau)

Quellen
siehe allgemeiner Hinweis

Zusammenstellung CK, 10.03.00

Materialien

Projektseiten: Kathrin Linne

Dürener Zeitung, 14.3.59 (51kb, PDF-Datei)

Der Tagesspiegel, 16.10.1958 (Berlin-West) (28kb, PDF-Datei)

Wiesbadener Kurier, 13.9.1958 (101kb, PDF-Datei)

Inhalt
Die großen Ferien stehen vor der Tür! Doch statt wie viele andere mit Volkswagen, Flugzeug oder Campingbus nach Italien, Mallorca oder Dänemark zu reisen, unternimmt Oberstudienrat Büttner mit seinen beiden alten Freunden, einem wohlhabenden Eierlikörfabrikanten und einem berühmten Schauspieler, eine ‘Reise in die Vergangenheit’. Mit dem Rad wollen die drei Burg Steinach besuchen, wo sie bereits viele Jahre zuvor unvergeßliche Ferien verbrachten und jeder von ihnen ‘sein Herz verlor’.

Bald radeln die Freunde fröhlich durch malerische Flußlandschaften und schieben sich keuchend Bergstraßen hinauf. Mit Hähnchenschenkeln und Sekt, vom Chauffeur überbracht, tröstet sich der übergewichtige Fabrikant heimlich über Gliederschmerzen und Ameisenwanderungen hinweg und befriedigt seine Sehnsucht nach dem gewohnten Luxusleben. Sein Fehlverhalten wird jedoch entdeckt und der Dicke wieder auf Diät gesetzt.

Auch die nächsten Tage verbringt man fröhlich mit Radfahren und Gesang, macht Damenbekanntschaften und campiert auf Bergwiesen. Um sich die Reise etwas zu erleichtern, beschließen die Radler, ihr Gepäck per Post vorauszuschicken. Zu spät bemerken sie, daß auch Geld und Papiere im Gepäck verstaut waren und man nun weder eine Übernachtung im Gasthaus, noch ein Abendessen bezahlen kann. Doch sie wissen sich zu helfen: Zufrieden sitzen sie abends am Lagerfeuer, essen genüßlich gestohlene und im Feuer geröstete Kartoffeln und genießen den Sonnenuntergang. Erschöpft legen sie sich in einem nahegelegenen Heuschober schlafen. Am nächsten Morgen unsanft vom Besitzer geweckt und mit Feldarbeit bestraft, sind die Abenteurer dann heilfroh, nach einem Besuch auf dem Postamt mit Gepäck und Geld wieder zu ihrem gewohnten Leben zurückkehren zu können.

Glücklich erreicht die Truppe, zu der inzwischen auch die Freundin des Fabrikantensohnes zählt, Burg Steinach, wo man alte Freunde trifft und die Herzensdamen von einst aufsucht, welche inzwischen stattliche Rundungen aufweisen. Zur Premiere des neuen Burgtheaterstücks treffen schließlich auch die eifersüchtigen Ehefrauen, der reumütige Sohn, die Freundin des Schauspielers und dessen Managerin ein. So können beim gemeinsamen Abendessen alle Mißverständnisse aufgeklärt werden und die Paare wieder zueinander finden.

Während das Schauspielerpaar im sportlich-eleganten Wagen zum nächsten Drehort eilt, radeln die übrigen fröhlich singend der Heimat entgegen.