Stroszek
BRD 1976/77
Werner Herzog

Drehbuch
Werner Herzog

Kamera
Thomas Mauch, Edward Lachmann

Ausstattung
Henning von Gierke

Schnitt
Beate Mainka-Jellinghaus

Ton
Haymo Henry Heyder, Peter van Anft

Musik
Chet Atkins, Sonny Terry, Tom Paxton

Darsteller
Bruno S. (Stroszek), Eva Mattes (Eva), Clemens Scheitz (Scheitz), Wilhelm von Homburg (Zuhälter), Burkhard Driest (Zuhälter), Pitt Bedewitz (Zuhälter)

Produktionsfirma
Werner Herzog Filmproduktion, München / Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz

Produzent
Werner Herzog

Produktionsleitung
Walter Saxer

Erstverleih
Filmverlag der Autoren, München

Aktueller Verleih
Filmverlag der Autoren und Futura Film GmbH & Co. Verleih und Vertriebsgesellschaft KG

Format
35mm, 1.1,66, Eastmancolor

Prüfung
108 min., 2949m
49140, 20.05.1977, ab 12, ff.

Prädikat
besonders wertvoll

Preise
Taormina 1977: Sonderpreis
Preis der deutschen Filmkritik 1978

Uraufführung
20.05.1977, München (Eldorado)

Quellen
siehe allgemeiner Hinweis

Zusammenstellung CK, 12.03.00

Materialien

Projektseiten: Bettina Nebel

Pressestimmen und Rezeptionsweisen

Abendzeitung (München), 20.5.1977 , (37KB, PDF-Datei)

nchner Merkur, 23.5.1977 , (56KB, PDF-Datei)

Süddeutsche Zeitung, 22.5.1977 , (105KB, PDF-Datei)

Tagesspiegel (Berlin), 5.8.1977 , (84KB, PDF-Datei)

Credits , (48KB, PDF-Datei)

Inhalt
"Als den Berliner Bruno Stroszek schickt Werner Herzog seinen Protagonisten auf eine Reise ins Unbekannte, in ein Amerika irrealer Erwartungen und goldener Träume endlicher Seßhaftigkeit, erfahrenen Lebenssinns und liebender Zuwendung und entläßt ihn im Laufe dieses Trips in eine Wirklichkeit, die wiederum wie ein Traum, freilich wie ein Alptraum, erfahren wird. Die nüchternen Realitäten mit ihrem Anspruch auf Verständnis, Hinnahme und Bewältigung, stoßen sich mit den Irrealitäten einer innerlich versponnenen, unartikulierbaren Lebenssicht, der es nicht gelingt, sie in die Außenwelt zu transformieren. Die Unfähigkeit Brunos, in Amerika die Sprache des Landes zu lernen, steht auch stellvertretend für diese innere Sprachlosigkeit. [...]

Unterkunftslos geworden und ohne einen Penny in der Tasche, bricht er mit seinem Leidensgenossen Scheitz in eine Bank ein, um sich im nahen Supermarkt für seinen ziellosen Aufbruch Proviant zu verschaffen. Dabei schnappt er sich einen dicken eingefrorenen Truthahn, der ihm bei der Flucht nur hinderlich ist. Seine letzte Station ist das Indianerreservat Cherokee in North Carolina, das in seiner trostlosen Verlassenheit zur Anklage gegen die weißen Ausbeuter wird."
(Paula Linhart, in: film-dienst, Nr. 12, 1977)